Die traditionellen japanischen Handtücher: Tenugui und Seiftuch

//Die traditionellen japanischen Handtücher: Tenugui und Seiftuch
Seiftuch Amelie schwarz mit japanisch-floralen Mustern

Amelie schwarz, Seiftuch mit floralem Dessin und japanischem Flair

Während das Handtuch in Deutschland meist lediglich als Gebrauchsgegenstand gilt, genießt es in Japan ein ganz besonderes Ansehen. Tenugui, die traditionellen Tücher, bestehen für gewöhnlich aus einem bedruckten Baumwollstoff. Auf den ersten Blick vielleicht nichts Besonderes, was die Japaner daraus machen aber schon. Auch das Seiftuch aus Chenille mit unterschiedlichen Motiven erfreut sich in Japan großer Beliebtheit und darf daher in keiner Handtasche fehlen. Das Webverfahren macht die Seiftücher zu etwas ganz Besonderem.

Das Tenugui: Handtücher des traditionellen Japans

Unter dem Begriff Tenugui versteht man ein einfach gewebtes, rechteckiges Baumwolltuch, das gewöhnlich 30 x 90 cm groß und mit kunstvollen Mustern und Farben bedruckt ist. Tenugui bedeutet übersetzt so viel wie „Hände abwischen“, was in Japan aber noch lange nicht Hauptfunktion des Tuches darstellt. Während des 17. Jahrhunderts, der sogenannten Edo-Ära, wurde das Handtuch zum Statussymbol für Jedermann. Das liegt vor allem an der Lockerung der strengen Standesregeln. Denn wo früher Baumwolle nur den höheren Ständen vorbehalten war, darf sich jetzt auch die einfache Bevölkerung Baumwoll-Produkte kaufen. Die Menschen verwenden das Tenugui in folgenden Situationen:

  • als Kopfbedeckung in Form eines Kopftuchs
  • wegen der farbenfrohen Muster, umgenäht auch als Stofftasche oder Kleid
  • im Kendo-Fechtsport als Schweißfänger oder als Schutzpolster am Kopf
  • für die Rakugo-Erzähler als Requisit in ihren Unterhaltungsshows und gleichermaßen als Visitenkartenersatz mit eigenem Wappen

Die Handwerkskunst des Tenugui

Nicht nur die Verwendung, auch die Machart des Tenugui ist alles andere als gewöhnlich. Typisch für das farbenfrohe Baumwollhandtuch: Die kurzen Seiten werden einfach abgeschnitten, sodass sie bei längerem Gebrauch etwas ausfransen. Die langen Kanten hingegen sind ganz normal vernäht. Neben traditionellem Material und Verarbeitung sind es aber vor allem die farbenfrohen Muster, die das japanische Traditionshandtuch so besonders machen. Hierfür gibt es zwei verschiedene Herstellungsverfahren:

  • Chusen
    Das gewünschte Tenugui-Muster entsteht bei diesem Verfahren durch das Aufstreichen von Stärke. Auf diese Weise wird verhindert, dass die abgedeckten Baumwollfasern im Farbbad die Farbe annehmen. Danach wird die Stärke aus dem Tuch gewaschen. Das Motiv wird sichtbar.
  • Nassen
    Verschiedenen Schablonen sind das Werkzeug beim sogenannten Nassen. Diese werden nacheinander in mehreren Durchgängen auf das Tuch gelegt. Immer wieder wird die Farbe mit einem dünnen Stahlband, dem sogenannten Rakel, aufgetragen. Dies wiederholt man so lange, bis alle gewünschten Farben und Formen auf dem Tenugui aufgetragen sind. Um die Farbe anschließend zu konservieren und haltbar zu machen, wird das Baumwollhandtuch gedämpft. Es wird mit kaltem Wasser ausgewaschen und anschließend getrocknet. Der Unterschied zum Chusen-Verfahren: Das Tenugui, wird bei der Nassen-Technik aufgrund der aufwändigen Prozedur nur einseitig bedruckt.

Das Seiftuch hat die gepflegte Japanerin immer in der Handtasche

Die gepflegte Japanerin trägt üblicherweise ein kleines Seiftuch bei sich. Das 30 x 30 oder 25 x 25 cm große Tüchlein mit bunten Motiven aus den Märchenbüchern der Gebrüder Grimm oder unterschiedlichen floralen Dessins darf in keiner Handtasche fehlen. Für die folgenden Situationen nutzt der Japaner sein Seiftuch:

  • Gesicht abtupfen
  • Hände abtrocknen
  • Körperpflege

FEILER-Seiftücher finden hier besonders Gefallen. Diese sind zum einen außerordentlich weich sowie saugfähig und haben dank speziellem Chenille-Webverfahren auf beiden Seiten das gleiche Muster. Schon bei der Herstellung wird dem Chenillegarn die Farb- und Musterinformation des späteren Dessins eingewebt. Ergebnis des außergewöhnlichen FEILER-Webverfahrens: einzigartige Textilien mit samtweicher Oberfläche und darüber hinaus beständiger Farbbrillanz. Für die Japaner ist das Seiftuch ein absolutes Luxusprodukt.

Seiftücher von FEILER sorgen für japanisches Flair

Das Traditionsunternehmen FEILER bringt japanische Kultur in die Handtasche. Das Sortiment bietet unter anderem Seiftücher aus wertvoller FEILER-Chenille, die als Gesichtstuch Einzug in den japanischen Lebensstil gefunden haben.

2019-03-19T16:41:04+02:00Mai 24th, 2017|Feiler / Produktwelt|0 Comments

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